Hier mal einige kurze Informationen, womit wir Schafhalter es eigentlich zu tun haben und welche Gefahr tatsächlich für die Schafhalter und Schafe besteht:
Die Blauzungenkrankheit grassiert in Deutschland seit 2006, sie befällt Schafe und Rinder, wobei es vermehrt die Schafe und die deutlich härter trifft. Übertragen wird sie durch sogenannte Gnitzen, kleine Mücken die gerne in feuchteren Regionen leben und die Schafe durch Stiche infizieren.
Per 21.07.2007 gab es bereits 4.350 bestätigte Blauzungenfälle an Schafen, 3.931 Fälle an Rindern. Wie sich die Zahl in den letzten Wochen aufgrund der milden Temperaturen noch entwickelt hat, und wieviele Todesfälle es tatsächlich gibt ist offen. Aber eines steht fest, dieser Virus breitet sich rasant aus und wird nächstes Jahr ungleich mehr Schaden anrichten.
Die Schafhalter sind verzeifelt, in größeren wie kleineren Betrieben sterben täglich teils mehrere Tiere und ihr Leidensweg ist fürchterlich !!! Hierbei gehts nicht nur um die viele Arbeit, die finanzielle Belastung sondern um die Existenz.
Die große Hoffnung wird auf einen Impfstoff gesetzt, an dem die Pharmaindustrie nun aufrund vieler Bemühungen seitens der Schafhalter, unserer Schafhalterverbände, fieberhaft arbeitet. Zwar wurden in anderen Ländern schon Impfstoffe entwickelt, diese können und dürfen jedoch aufgrund verschiedener Sero-Typen in Deutschland nicht eingesetzt werden.
Sollte dieser bis zum Frühsommer des nächsten Jahres nicht zur Verfügung stehen bzw. freigegeben werden, ist dies eine Katastrophe für die Schafe und die Schafhalter !! Für viele große wie kleine Betriebe, auch für uns, würde dies das AUS ihrer Schafhaltung bedeuten !!
Unsere Schafe stehen heute noch munter auf der Wiese und wir können nur hoffen, dass es nun kalt bleibt, besser noch kälter wird, denn dies verringert die Aktivitäten der Gnitzen.
Wir denken an alle betroffenen Schafhalter und hoffen sehr, das das Leiden bald ein Ende haben wird.